Was hat Trump gegen Demokratinnen?

Der Donald hat wieder mal auf einer Wahlkampfrede und über Twitter besondere  Attacken und Provokationen verbreitet. Seine Angriffe – die selbstredend wieder hellste Empörung in den bundesdeutschen Klitter-Medien auslösten – richteten sich dabei gegen eine Gruppe von vier weiblichen  US-Kongressabgeordneten, die sich selbst als die „Squad“ bezeichnen.
Es begann damit, dass Trump „Mehrere Demokratinnen im Kongress aufgefordert (hat), die USA zu verlassen und in ihre vermeintliche Heimat zurückzukehren. Trump schrieb auf Twitter, es sei „interessant zu sehen, wie ‚progressive‘ Demokratinnen, die ursprünglich aus Ländern mit katastrophalen, korrupten und unfähigen Regierungen gekommen sind“, den USA „lauthals und gehässig“ erklärten, „wie unsere Regierung zu funktionieren hat“. „Warum gehen sie nicht zurück und helfen dabei, die total kaputten und von Kriminalität befallenen Orte in Ordnung zu bringen, aus denen sie gekommen sind“, schrieb Trump.
Der Präsident spottete, diese Orte bräuchten den Rat dieser Frauen dringend, sie könnten gar nicht schnell genug aufbrechen. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses – die Frontfrau der Demokraten, Nancy Pelosi – sei sicher gern bereit, die Reisepläne zu unterstützen, twitterte Trump weiter.
So DIE ZEIT.

Man weiß ja, dass Trump im permanenten Wahlkampfmodus ist und so hat er auf einer Veranstaltung in North-Carolina nachgelegt und gesagt, wenn die Abgeordneten die USA nicht lieben, dann könne man sie ja zurückschicken. Die Zuhörer antworteten mit Sprechchören „Send her back“, schickt sie zurück. „Diese Kongressfrauen, ihre Äußerungen nähren den Aufstieg einer gefährlichen, militanten Links-Außen-Bewegung“, sagte der republikanische Präsident unter dem Beifall der Menge bei der Veranstaltung.

 

Fundstelle: https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

Bei den Abgeordneten handelt es sich um Alexandria Ocasio-Cortez, Rashida Tlaib, Ilhan Omar und Ayanna Pressley.
Was die eigentlich gesagt haben oder oder wofür sie stehen, wird noch erörtert.

Selbstverständlich ist Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Geschlechtgenossinnen beigesprungen und hat die als „rassistisch“ kritisierten Attacken von US-Präsident Donald Trump verurteilt: „Ich distanziere mich davon entschieden und fühle mich solidarisch mit den drei attackierten Frauen“, sagte Mutti bei ihrer Sommerpressekonferenz.

Trump wieder über Twitter:

„Ich glaube nicht, dass die vier Kongressfrauen in der Lage sind, unser Land zu lieben. Sie sollten sich bei Amerika (und Israel) für die schrecklichen (hasserfüllten) Dinge entschuldigen, die sie gesagt haben. Sie zerstören die Demokratische Partei, sind aber schwache und unsichere Menschen, die unsere große Nation niemals zerstören können!

       — Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 21. Juli 2019

Einen Tag später legte er nach:

    Die „Truppe“ ist eine sehr rassistische Gruppe von Unruhestiftern, die jung, unerfahren und nicht sehr klug sind. Sie ziehen die einst große Demokratische Partei ganz nach links und waren gegen humanitäre Hilfen an der Grenze … und sind jetzt gegen den ICE und die innere Sicherheit. Das ist schlecht für unser Land!

    — Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 22. Juli 2019

Mit dem Schlenker gegen die Demokratische Partei der vier linken Aktivistinnen verweist er auf den Konflikt, den die Mehrheitsführerin der Demokraten, Nancy Pelosi, mit diesen vier Damen und weiteren  vorwiegend weiblichen Abgeordneten hat, welche der Partei einen Linksruck verordnen möchten.

In unserer „Medienlandschaft“ findet man nicht eine Postille oder ein offizielles „Portal“, das sich nicht über Trump empört und nicht für die linke „Kommandoeinheit“ der Demokraten Partei ergreift.

Eine Ausnahme scheint da der ebenfalls linksgefaltete „Tagesspiegel“ zu sein, der sich natürlich immer gern israelfreundlich gibt.

Der schrieb schon im März d.J. darüber, dass der „Shootingstar Ilhan Omar als Problemfall“ für die Demokraten anzusehen sei:
„Ihre Twitter-Äußerungen vom Februar, die israelfreundliche Haltung in den USA gehe auf Spenden einer proisraelischen Lobbygruppe zurück, klingen in den Ohren vieler nach altbekannten antisemitischen Stereotypen à la: Mit viel Geld erkaufe sich die mächtige jüdische Lobby die Politik. Die Aufregung war groß, Omar entschuldigte sich mit den eher naiven Worten, es sehr ihr nicht klar gewesen, dass ihre Worte verletzend seien… kurz darauf legte die Abgeordnete nach und benutzte das – ebenfalls altbekannte – Klischee, Juden außerhalb Israels hätten eben eine gespaltene Loyalität gegenüber ihrer Heimat. Sie hielt Parteifreunden vor, mit ihrer Unterstützung Israels „einem fremden Land die Treue geschworen zu haben.
… Der Versuch von Nancy Pelosi, der demokratischen Mehrheitsführerin im Repräsentantenhaus, den Konflikt mit einer Resolution gegen Antisemitismus zu befrieden, scheiterte. Die 78-Jährige hatte den Widerstand in ihrer deutlich bunteren, jüngeren und und streitlustigeren Fraktion unterschätzt. Selbst drei Präsidentschaftskandidaten hatten sich zuvor auf Omars Seite gestellt: Bernie Sanders, Elizabeth Warren und Kamala Harris, alles drei Vertreter des linken Parteiflügels. …“

Die Genossin von Ilhan Omar, Alexandria Ocasio-Cortez, hatte kürzlich die Migrantenlager an der Grenze als „Konzentrationslager“ bezeichnet – worauf sich Trump in seinen Tweets bezog –  und damit auch unter Linken in den USA eine heftige Diskussion losgetreten, wie man einem Beitrag von Newsweek entnehmen kann.

Fehlen noch zwei „Squad“_Mitglieder.

Das online-portal „Die Freie Welt“ zu diesen:
„Heute steht die (Demokratische) Partei in vielem den deutschen Sozialdemokraten recht nahe – inklusive der Nähe zur Antifa. Personen mit offen anti-semitischen Standpunkten werden unterstützt, wie die Statements und Aktivitäten von Rashida Tlaib belegen. Rassistische Äußerungen der demokratischen Abgeordneten Ayanna Pressley scheinen geduldet zu werden.“

 

Stimmt das alles, dann sollten sich die deutschen Hypermoralisten mit der Zittrigen an der Spitze schon mal überlegen, wem sie da beispringen wollen.
Trump scheint mit seinen „Kurzanalysen“ und Provokationen nicht ganz daneben zu liegen. Seine Republikaner können mit der Selbstzerstörung der Demokraten zufrieden sein und die Mehrheit der (weißen) Amerikaner wird Trump damit hinter sich versammeln können, wie linke Analysten und Kommentatoren auch hierzulande bedauernd feststellen.

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2 Antworten zu Was hat Trump gegen Demokratinnen?

  1. Wo er Recht hat, hat er Recht.

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