Die herbeigesehnte Attacke

Monatelang gab es nur von Übergriffen und Anschlägen von ins Land „Geflüchteten“ zu berichten. Wenn man denn berichtete oder berichten wollte.
Endlich hat sich nun einer von denen, „die schon länger hier leben“ – ein Deutscher – erbarmt, der beinahe darbenden Links- und Systempresse die lang ersehnten Schlagzeilen zu liefern. Dass der 50-jährige, offensichtlich reinrassige Bio-Deutsche, der in Bottrop und Essen in der Silvesternacht etliche Menschen gefährlich verletzte, wohl an einer Schizophrenie erkrankt ist, wird schon erwähnt. Denn diese Leute sollen ja anfälliger sein für die ruchlosen Einflüsterungen und Manipulationen, wie sie von der AfD und anderen rechten Gruppierungen betrieben werden.
Seit dem Ereignis überschlagen sich immer noch täglich die Qualitätsmedien wie Welt und FAZ bis hin zu den Schwindelpapieren des „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ mit Auslassungen über diese Schandtat mit „fremdenfeindlichem Hintergrund“.
Der oberflächliche Leser sollte anfangs anhand der veröffentlichten Überschriften zunächst gar argwöhnen, dass in Bottrop und Essen es sich um parallele Ereignisse von mehreren Tätern handeln müsste, quasi um eine fremdenfeindliche „Anschlagserie“. Erst beim genauen Hinsehen wurde dann klar, dass es die Aktion eines Einzelnen war. Egal, es war wenigstens ein Deutscher, der da zugeschlagen hatte.
Und man da kann man ja noch mehr daraus machen, wie die Welt uns vermittelt:

Der Bielefelder Konflikt- und Gewaltforscher Andreas Zick sagte der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“: „Der Essener Täter war mit Sicherheit zuvor im Internet unterwegs und hat sich anstecken lassen von einer Bewegung, die meint, das Land werde überfremdet und die Politik habe die Kontrolle verloren.“ Es gebe eine wachsende Stimmung in der Bevölkerung, die von nationaler Identität spreche, von Widerstand und von Kontrolle, die man wieder in die eigene Hand nehmen müsse. „Diese Selbstermächtigung der Bürger besorgt mich sehr“, sagte Zick.

Da sind die zur selben Zeit im oberpfälzischen Amberg veranstalteten Bereicherungs-Exzesse „unbegleiteter Minderjähriger“ oder anderer „Schutzbedürftiger“ vom Hindukusch mit ihrem rassistischen, antideutschen Hintergrund für die Wahrheitsmedien nur eine Petitesse.
„Silvesternacht“ braucht nicht mehr mit „Köln 2016“ und hyperaktiven Nordafrikanischen Intensivtätern (=Nafris) assoziiert werden, die Silvesternacht 2018 hatte jetzt einen aktiven Nazi entbunden, auch wenn der geisteskrank ist. Was die Rechten nach allgemein neudeutscher Lesart ja ohnehin sind. Auch die aktuellen Vorkommnisse in Cottbus an Silvester sind dabei nebensächlich und nicht der Erwähnung wert.

Monatelang konnte man nichts Rechtes aus der „rechtsradikalen Szene“, nichts wirklich Edukatives berichten, außer kürzlich über ein paar Frankfurter Polizisten, die wohl zu deftig verbal und „digital“ ihrem Frust Ausdruck gegeben hatten. Die Hoffnung auf die Enttarnung eines neuen Nazi-Netzwerkes – „NSU-2.0“ – hat sich zerschlagen. Also walzt man das jüngste Ereignis mit einem deutschen (Intensiv-?) Täter in volkserziehender Manier breit aus. Wobei die Springer-Postille „Die Welt“ sich besonders „online“ herausragend darstellt – in Anwartschaft auf den neu ausgelobten „Claas-Relotius-Ehrenpreis“.

Kampf um Relotius-Preis 2019 voll entbrannt

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