Interview mit Franz-Josef Strauß

Nachfolgend ein (fiktives)  Interview mit Franz-Josef Strauß.

Wir führten das Gespräch mit Strauß an seinem derzeitigen Aufenthaltsort auf Wolke Nr. 7. Er wartet dort noch darauf, nach einem letzten Purgatorium endlich von Petrus in den Himmel eingelassen zu werden. Dort, wo bereits der Brandner Kasper, der Dienstmann Alois Hingerl und sicher auch der Hundhammer Alois an den heiligen Schanktischen beim ewigen Biertrinken und Schafkopfen auf ihn warten.

Das Interview: 

 Sehr geehrter Herr Strauß, in welcher Stimmung befinden Sie sich augenblicklich?

 FJS:
Dankbar rückwärts, mutig vorwärts, gläubig aufwärts.

 Wenn Sie auf Ihr Wirken zurückblicken, wie sehen Sie das heute.

 FJS:
Man soll die Mumie endlich einmal im Grab lassen und nicht das Grass fressen, das darüber gewachsen ist.
Aber lassen Sie mich nach dieser humorvollen und nicht gehässig formulierten Darstellung etwas Ernsteres sagen.
Ich halte es für eine Zumutung, wenn der Bürger, der kommt, um vom Politiker Auskunft zu erhalten, mit nichtsagenden Floskeln bedient wird

 Was können Sie uns zur deutschen Politik sagen?

 FJS:
Ich bin kein Wetterhäuschen für die Zukunft der deutschen Politik.

 Ihr langjähriger Vertrauter, Wilfried Scharnagel hat sich offen für eine Abspaltung des Freistaats Bayern von der Bundesrepublik ausgesprochen.

 FJS:
Ich bin zwar mit ihm befreundet, aber er ist ein Filzpantoffel-Politiker, das sage ich ihm auch selber.
Von Bayern gehen die meisten politischen Dummheiten aus. Aber wenn die Bayern sie längst abgelegt haben, werden sie anderswo noch als der Weisheit letzter Schluss verkauft.
Wir Bayern müssen bereit sein, wenn die Geschichte es erfordert, notfalls die letzten Preußen zu werden!
Wenn die Verflachung der Politik beginnt, kommt aus den bayerischen Bergen die Rettung.

 Und Europa?

 FJS:
Die Europa-Idee liegt tief unter einem Berg von Butter, von Rindfleisch, von Magermilchpulver und Schweinefleisch.
Die Italiener kommen mit Verhältnissen zurecht, unter denen die Deutschen längst ausgestorben wären.
Die Franzosen bauen Kernkraftwerke wie die Metzger Knackwürste produzieren.
Was wir hier in diesem Land brauchen, sind mutige Bürger, die die roten Ratten dorthin jagen, wo sie hingehören – in ihre Löcher.

 Was würden Sie dem EU-Kommissionspräsidenten Barroso sagen?

 FJS:
Ich bin der Sohn meines Vaters, Sie sind der Amtsnachfolger Stalins.

 Was halten Sie von EURO-Gruppenchef Juncker?

 FJS:
Der ist eine armenische Mischung aus marokkanischem Teppichhändler, türkischem Rosinenhändler, griechischem Schiffsmakler und jüdischem Geldverleiher…

 Das ist aber starker Tobak…

FJS:
Ich weiß, dass ich mich in meinem Leben schon einige Male geirrt habe und befürchte, dass das auch in Zukunft nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Ich hoffe, dass ich der einzige bin, für den das zutrifft und alle anderen sich nie werden irren können.

 Wie sehen Sie den Parlamentarismus in Deutschland im Jahre 2012?

 FJS:
Sitzung ogsetzt, highetzt, abghetzt, se higsetzt, se zsammgsetzt, ausanandergsetzt, d’Tagesordnung festgsetzt , wieder abgsetzt , ersetzt, Kommissionen eigsetzt, Kommissionen bsetzt, umbsetzt , gschätzt, nix gsagt, vertagt, z’letzt neu ogsetzt, vui san zsammakumma, nix is rauskumma, Sitzung umma.
Sicher ist ihnen das Wort Schumpeters bekannt, dass sich eher ein Mops einen Wurstvorrat halten kann, als dass ein Parlament darauf verzichtet, vorhandenes Geld auszugeben!
Politik ist auch die Gabe der Beherrschung, sich die Definition ‘notwendig’ nicht von falschen Maßstäben des Ehrgeizes diktieren zu lassen.

 Nach einer Umfrage vertrauen 75% der deutschen Wähler der Bundeskanzlerin Frau Merkel.

 FJS:
Vox populi, vox Rindvieh.

 Was halten Sie von der SPD und deren Spitzenleuten heute?

 FJS:
Das eigenartige an Sozialisten ist doch, dass sie ihre Lehren aus der Vergangenheit ziehen, in der Gegenwart versagen und für die Zukunft goldene Berge versprechen.
Irren ist menschlich, aber immer irren ist sozialdemokratisch.
Die Sozialisten von heute haben aus der Vergangenheit nichts gelernt, sie haben keine Dummheit vergessen und keine Weisheit gelernt.
Es stimmt nicht, dass ich jeden Tag zum Frühstück einen Sozi esse. Ich esse nur, was ich mag.

 Männer wie Ude in München und Wowereit in Berlin scheinen sehr beliebt zu sein. Ude möchte Ministerpräsident in Bayern werden.

 FJS:
Ich will lieber ein kalter Krieger sein, als ein warmer Bruder.
Everybody`s darling ist bald everybody´s Depp.

 Ihr Nachfolger Stoiber ist als Kanzlerkandidat wie Sie auch gescheitert.

 FJS:
Ich glaube es ist reizvoller, in Alaska eine Ananasfarm aufzubauen, als in Deutschland das Bundeskanzleramt zu übernehmen.
Aber das mit der Ananasfarm geht jetzt leider nicht mehr, weil inzwischen die Energiekosten zu stark gestiegen sind.

 Warum ist Beckstein als Ministerpräsident gescheitert?

FJS:
Dem Bürscherl hätte man rechtzeitig Kunstdünger in die Schuhe schütten müssen.

 Energiekosten und Klimawandel….

 FJS:
Wenn man den Kopf in der Sauna hat, und die Füße im Kühlschrank, sprechen Statistiker von einer angenehmen mittleren Temperatur.
Weltanschauungen sind dogmatische Bastarde, gezeugt aus ungeduldiger Quasi-Religiosität, die gleichsam die Apokalypse nicht erwarten kann.

 Was halten Sie von der politischen Entwicklung in Nordafrika?

 FJS:
Afrika ist kein Exerzierfeld für pervertierte Vorstellungen von parlamentarischer Demokratie.
Wenn ich das Verhalten der Europäer und der Amerikaner betrachte, dann fällt mir der Zug der Lemminge ein, jener Tiere die sich ins Meer stürzen.
Haben die Herren denn keine Ahnung von den wirklichen Verhältnissen. Sie stochern doch wie Blinde im Nebel herum.
Was passiert, wenn in der Sahara der Sozialismus eingeführt wird? Zehn Jahre überhaupt nichts, und dann wird der Sand knapp.

 Je länger das Dritte Reich vergangen ist, umso intensiver scheinen uns heute die Schatten der Vergangenheit zu beschäftigen.

 FJS:
Wir wollen von niemandem mehr, weder von Washington, noch von Moskau, von keinem europäischen Nachbarn, auch nicht von Tel Aviv, ständig an unsere Vergangenheit erinnert werden.

 Aber die Medien…

 FJS:
Journalisten sind Jubel-jaulende Hofhunde.
Der Spiegel ist die Gestapo des heutigen Deutschlands. Es gibt dort Tausende von Personalakten. Wenn man die Nazi-Vergangenheit Deutschlands betrachtet, so hat fast jeder etwas zu verheimlichen. Das ermöglicht Erpressungen. Ich war gezwungen dagegen vorzugehen.

 Ein Schlusswort Herr Strauß.

 FJS:
Ich würde mit meinen Buben viel lieber in der Schweiz leben als in Deutschland.

 Wir danken für das Gespräch!

  

Der Verfasser verbürgt sich für die Authentizität der Straußschen Aussagen. Da ist nichts erstunken oder erlogen. Nur folgendes Zitat ist abgewandelt:
“Seehofer wird nicht Bundeskanzler, eher wird Angelika Merkel deutsche Schönheitskönigin.”

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Ein Gedanke zu „Interview mit Franz-Josef Strauß

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